Menü

Invasive Arten

Im Jahr 2011 wurde der zweite, naturnahe Steinbruch am Westerberg dem Botanischen Garten angegliedert. In diesem Gelände befinden sich viele, ehemals nicht einheimische Pflanzen (Neophyten), von denen sich einige massiv ausbreiten und deshalb die heimischen Pflanzengemeinschaften und Ökosysteme stark verändern können. Um diese sogenannten invasiven Arten in den Griff zu bekommen, wurde ein Aktionsplan aufgestellt, der einen regelmäßigen  Rückschnitt bzw. das Entfernen dieser Pflanzen vorsieht.

Bei vielen invasiven Arten ist die Gefährlichkeit mit Hartnäckigkeit verbunden. Haben diese Pflanzen einmal „Fuß gefasst“, lassen sie sich kaum wieder beseitigen. Viele Arten schlagen nach dem Rückschnitt wieder aus, unterirdische Speicherorgane lassen sich kaum erreichen oder die Vielzahl und lange Lebensdauer von Samen führen immer dazu, dass die Pflanzen neu auftreten. Die Bekämpfung invasiver Neophyten hat nur Erfolg, wenn ein sorgfältig geplanter regelmäßiger Schnitt erfolgt und dies über mehrere Vegetationsperioden durchgeführt wird. Personeller und finanzieller Aufwand dafür sind hoch. Die meisten der in Deutschland bisher durchgeführten Maßnahmen (z. B. Folienabdeckung) bringen nicht den gewünschten Erfolg. Die Bekämpfung der Arten mittels Herbizide ist verboten, weil dieser Steinbruch ein Landschaftsschutzgebiet ist.

Die Arbeiten werden vor allem im Bereich folgender Pflanzen von einem externen Gärtner durchgeführt:

  • Japan Knöterich (Fallopia japonica; ca. 125 m2)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum; ca. 80 m2)
  • Hartriegel (Cornus alba; ca. 125 m2)
  • Zwergmispel (Cotoneaster spec.; mehrere Arten ca. 30 m2


Wir bedanken uns bei der Haarmann-Stiftung für die finanzielle Unterstützung dieser Arbeiten.

Nächster Termin


Samstag, 4. November 2017 - Aktionstag im naturbelassenen Steinbruch im Botanischen Garten

Der naturbelassene Steinbruch braucht auch in 2017 Ihre Unterstützung. Wir wollen den Jungbewuchs an Gehölzen reduzieren, die invasiven Arten verringern und das Clematis-Gebüsch am Hang zurückschneiden. Alle Helferinnen und Helfer bitten wir, sich telefonisch oder per Mail anzumelden, um die Beköstigung zu planen.
Um 13:00 Uhr steht ein kräftigender Eintopf bereit. Viele helfende Hände können etwas bewegen. Bitte Arbeitshandschuhe und Rosenschere mitbringen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Treffpunkt um 9:00 Uhr auf dem Betriebshof des Botanischen Gartens, Albrechtstraße 29.
Anmeldung bis zum 1. November  
Tel.: 49 541 969 2704
ulrich.roesemann@biologie.uni-osnabrueck.de
www.bogos.uni-osnabrueck.de
www.freundeskreis-bogos.de


Alle Termine anzeigen
DIEWERBEREI