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Invasive Arten

Im Jahr 2011 wurde der zweite, naturnahe Steinbruch am Westerberg dem Botanischen Garten angegliedert. In diesem Gelände befinden sich viele, ehemals nicht einheimische Pflanzen (Neophyten), von denen sich einige massiv ausbreiten und deshalb die heimischen Pflanzengemeinschaften und Ökosysteme stark verändern können. Um diese sogenannten invasiven Arten in den Griff zu bekommen, wurde ein Aktionsplan aufgestellt, der einen regelmäßigen  Rückschnitt bzw. das Entfernen dieser Pflanzen vorsieht.

Bei vielen invasiven Arten ist die Gefährlichkeit mit Hartnäckigkeit verbunden. Haben diese Pflanzen einmal „Fuß gefasst“, lassen sie sich kaum wieder beseitigen. Viele Arten schlagen nach dem Rückschnitt wieder aus, unterirdische Speicherorgane lassen sich kaum erreichen oder die Vielzahl und lange Lebensdauer von Samen führen immer dazu, dass die Pflanzen neu auftreten. Die Bekämpfung invasiver Neophyten hat nur Erfolg, wenn ein sorgfältig geplanter regelmäßiger Schnitt erfolgt und dies über mehrere Vegetationsperioden durchgeführt wird. Personeller und finanzieller Aufwand dafür sind hoch. Die meisten der in Deutschland bisher durchgeführten Maßnahmen (z. B. Folienabdeckung) bringen nicht den gewünschten Erfolg. Die Bekämpfung der Arten mittels Herbizide ist verboten, weil dieser Steinbruch ein Landschaftsschutzgebiet ist.

Die Arbeiten werden vor allem im Bereich folgender Pflanzen von einem externen Gärtner durchgeführt:

  • Japan Knöterich (Fallopia japonica; ca. 125 m2)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum; ca. 80 m2)
  • Hartriegel (Cornus alba; ca. 125 m2)
  • Zwergmispel (Cotoneaster spec.; mehrere Arten ca. 30 m2


Wir bedanken uns bei der Haarmann-Stiftung für die finanzielle Unterstützung dieser Arbeiten.

Nächster Termin


10. bis 17. Juni 2018 - Woche der Botanischen Gärten 2018 und Ausstellung: „Die Grüne Apotheke – vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung“

Bei Wissensdurst fragen Sie Ihren Gärtner oder Botaniker!
Gelegenheit dazu gibt es vom 09. bis 17. Juni 2018 in über 40 Botanischen Gärten in ganz Deutschland und Österreich. Unter dem Motto „Die Grüne Apotheke – vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung“ stehen Arzneipflanzen im Mittelpunkt der diesjährigen Woche der Botanischen Gärten.
Zu sehen ist diese Ausstellung bis zum 12. Oktober 2018 auch im Botanischen Garten der Universität Osnabrück. Die einzelnen Tafeln der Ausstellung sind im gesamten Garten verteilt, Porträts finden sich bei den jeweiligen Pflanzen.

Zwei themenbezogene Führungen (Sonntagsspaziergang) am 10. und 17. Juni 2018 begleiten die Ausstellung:
10. Juni „Als Rohstoff heiß begehrt“ – Arzneipflanzen (Kosten: 3,00 €)
17. Juni „Gefährlich und doch nützlich“ – Gift- und Heilpflanzen (Kosten: 3,00 €) Botanische Gärten haben eine enge historische Verbindung zu Heilpflanzen, und so lag es nahe, die Rolle von Pflanzen in der Medizin in den Fokus einer Ausstellung zu nehmen. Dabei werden sowohl altbewährte als auch noch weitgehend unbekannte Arzneipflanzen im Detail vorgestellt (von Arnika, Salbei und Knoblauch bis hin zu Schlafmohn, Eibe oder Maiapfel).
Den Kern der Ausstellung stellen jedoch Themenposter zu einer breiten Palette von Fakten rund um Pflanzen in der Heilkunde dar, so zum Beispiel:
- Zubereitung pflanzlicher Drogen und Arzneimittel
- Gesetzliche Regelungen rund um Arzneipflanzen und Arzneimittel
- Superfood – was steckt dahinter?
- Giftpflanzen in der Heilkunde
- Arzneipflanzen im Welthandel
- Aktuelle Forschungsfragen
- Heilpflanzen versus Natur- und Artenschutz Die begleitende Ausstellungsbroschüre fasst sämtliche Ausstellungsinhalte im praktischen Mitnahmeformat zusammen, ergänzt durch einige vertiefende Essays. Sie ist im Sekretariat des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück erhältlich. (Schutzgebühr: 7 €) Botanischer Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29 Eintritt frei. Sie haben Fragen? Tel. +49 541 969 2739 Ausstellung und Woche der Botanischen Gärten sind eine Initiative des Verbands Botanischer Gärten e.V. (www.verband-botanischer-gaerten.de).


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