Menü

Invasive Arten

Im Jahr 2011 wurde der zweite, naturnahe Steinbruch am Westerberg dem Botanischen Garten angegliedert. In diesem Gelände befinden sich viele, ehemals nicht einheimische Pflanzen (Neophyten), von denen sich einige massiv ausbreiten und deshalb die heimischen Pflanzengemeinschaften und Ökosysteme stark verändern können. Um diese sogenannten invasiven Arten in den Griff zu bekommen, wurde ein Aktionsplan aufgestellt, der einen regelmäßigen  Rückschnitt bzw. das Entfernen dieser Pflanzen vorsieht.

Bei vielen invasiven Arten ist die Gefährlichkeit mit Hartnäckigkeit verbunden. Haben diese Pflanzen einmal „Fuß gefasst“, lassen sie sich kaum wieder beseitigen. Viele Arten schlagen nach dem Rückschnitt wieder aus, unterirdische Speicherorgane lassen sich kaum erreichen oder die Vielzahl und lange Lebensdauer von Samen führen immer dazu, dass die Pflanzen neu auftreten. Die Bekämpfung invasiver Neophyten hat nur Erfolg, wenn ein sorgfältig geplanter regelmäßiger Schnitt erfolgt und dies über mehrere Vegetationsperioden durchgeführt wird. Personeller und finanzieller Aufwand dafür sind hoch. Die meisten der in Deutschland bisher durchgeführten Maßnahmen (z. B. Folienabdeckung) bringen nicht den gewünschten Erfolg. Die Bekämpfung der Arten mittels Herbizide ist verboten, weil dieser Steinbruch ein Landschaftsschutzgebiet ist.

Die Arbeiten werden vor allem im Bereich folgender Pflanzen von einem externen Gärtner durchgeführt:

  • Japan Knöterich (Fallopia japonica; ca. 125 m2)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum; ca. 80 m2)
  • Hartriegel (Cornus alba; ca. 125 m2)
  • Zwergmispel (Cotoneaster spec.; mehrere Arten ca. 30 m2


Wir bedanken uns bei der Haarmann-Stiftung für die finanzielle Unterstützung dieser Arbeiten.

Nächster Termin


Dienstag, der 12. März 2019 - „Reichtum, Macht, Muskatnuss: Der Schatz der Gewürzinseln“

Vortrag von Alexandra Kehl, Botanischer Garten der Universität Tübingen, zum Jahresthema des Verbandes Botanischer Gärten (VBG): „Forscher, Sammler, Pflanzenjäger – unterwegs mit Humboldt & Co.“ Der Vortrag entführt in längst vergangene Jahrhunderte, als exotische Gewürze wie Pfeffer, Zimt oder Muskatnuss mit Gold aufgewogen wurden. Sie waren nicht nur begehrte Statussymbole, sondern hatten auch eine enorme wirtschaftliche und politische Bedeutung. Das Land wo der Pfeffer wächst und die Gewürzinseln galten als unheimlich verheißungsvoll und von ihrer Entdeckung versprachen sich europäische Nationen unendlichen Reichtum, politische Macht und militärische Stabilität. Es wurden Kriege geführt und Länder verkauft, viele Menschen starben, manche wurden tatsächlich reich. Neben der spannenden Geschichte rund um die Entdeckung Indiens und der Gewürzinseln werden die Gewürzpflanzen selbst vorgestellt, die –manchmal ganz unscheinbar– einst die Welt bewegten. Eintritt ist frei.
Dienstag, 12. März 2019 18.30 Uhr Botanischer Garten Osnabrück, Bohnenkamp-Haus, Helikoniensaal


Alle Termine anzeigen
DIEWERBEREI